SPORT IN LÜLSDORF UND RANZEL VOR GRÜNDUNG DER LÜRA! TEIL 6!

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte, in unserem Jubiläumsjahr 2019 (60 Jahre LüRa!) erhaltet ihr in den kommenden Wochen einen interessanten Einblick in die Zeit vor der Gründung der LüRa! 

Unser langjähriger Übungsleiter und Sportwart der Leichtathletik-Abteilung, Wolfgang Rehmer, hat im Rahmen seiner umfangreichen Arbeit für die Niederkasseler Hefte den Sport in Niederkassel in den letzten rund 100 Jahren beleuchtet und dabei eben auch speziell in Lülsdorf und Ranzel.

Wer schon ungeduldig ist, kann auch gerne schon mal auf unserer neuen Archiv-Seite vorbeischauen.

Viel Spaß beim Lesen!

Sport in Lülsdorf und Ranzel vor Gründung der LüRa

Von Wolfgang Rehmer

Abb. 19 : Die Fußballer von Freya Lülsdorf 1936, von links H. Dick, W. Herkenrath, F. Kurth (bis 1932 Ranzel), E. Knappstein, R. Roth (vorher Ranzel), P. Bergheim, P. Orth, Chr. Rondorf, J. Wiemer, J. Adolphs. Gegenüber Abb. 17 fehlt das DJK-Emblem auf den Trikots.

1936 wurden dann im Zuge des Gleichschaltungsgesetzes alle Turn- und Sportvereine zum Zwecke der Leistungskonzentrierung gezwungen, sich zusammenzuschließen. Der Turnverein „Sigambria“ schloss sich deshalb mit dem immer noch existierenden Rumpfteam der „Freya“ zusammen und  nahm den Namen FC „Freya“ Lülsdorf“ an. Am 4.April 1936 veranstaltete man erstmals wieder ein Spiel und beteiligte sich ab Oktober wieder am Meisterschaftsbetrieb, anfangs mit den gleichen Problemen wie 1933,aber in der Spielzeit 1937/38 recht erfolgreich in der 2. Kreisklasse. Neue Turnhalle wurde der Tanzsaal der Gaststätte „Alte Post“ gegenüber dem alten Turm, heute umgebaut zu Reihenhäusern.

Abb. 20 : Saal der Gaststätte„Alte Post“ gegenüber dem alten Turm, die 3. Lülsdorfer Turnhalle

Alle benötigten Sportgeräte mussten zentral über das Bürgermeisteramt bestellt werden. Im Stadtarchiv schlummert die unten angehängte Rechnung, die deshalb interessant ist, weil auch 12 Handgranaten bezahlt werden mussten.

Abb. 21 : Rechnung über Sportgeräte aus dem Jahr 1936

Des Rätsels Lösung : Das bis 1933 praktizierte Keulenwerfen war abgelöst worden durch das Werfen mit Übungs-Stiel-Handgranaten.

Mitendscheidend für die Entwicklung des Sports in Lülsdorf und Ranzel waren auch die beiden Volksschulen. Die seit 1910 verpflichtende 3.Sportstunde musste laut ministeriellem Erlass ausschließlich für das volkstümliche Turnen (= Leichtathletik) und den Fußball genutzt werden. Als der Sportunterricht ab 1933 auf 5 Stunden erweitert wurde, mussten auch regelmäßig Reichs-Jugendwettkämpfe durchgeführt werden, so dass eine bisher nicht vorhandene Weitsprunggrube angelegt werden musste. Der Sportplatz an der Feldmühle hatte diese schon lange an der Längsseite, Lülsdorf bekam 1937 eine schuleigene Weitsprunggrube auf dem Schulhof, und zwar links vor der alten Volksschule Richtung Kirche.

Eine weitere Sportart wurde in Lülsdorf ab 1936 betrieben,als sich der Kanuclub Blau-Gelb Lülsdorf gründete. Sein erstes Sportfest im Jahr 1937 auf dem Rhein führte über 1000 m und sah vor allem zahlreiche gekenterte Kajaks.

Ergebnisse und Tabellen der unteren Fußball-Klassen waren in den Tageszeitungen nur selten abgedruckt, so dass der u.a. Bericht schon fast Seltenheitswert hat.

Abb. 22 : Bericht in der mittelrheinischen Landeszeitung vom 28.06.1937, Sülz 07 fusionierte im Jahr 1948 mit dem Kölner BC zum 1. FC Köln

Abschied nach über einem Viertel-jahrhundert

Über 27 Jahre war Silvia Kurock als Übungsleiterin in der Turnabteilung der LüRa aktiv.

Als Mama beim Eltern-Kind-Turnen konnte man sie schnell als Helferin für die Turnabteilung gewinnen und kurze Zeit später war klar, sie möchte mehr.

Nach einer erfolgreichen Übungsleiterausbildung stieg sie im Bereich Kinderturnen ein und ist dort 20 Jahre später immer noch aktiv. Ebenfalls ist sie bis heute mit sehr viel Spaß und Motivation dabei, Erwachsene sportlich zu begeistern. Angefangen mit der Trendsportart Tae Bo über allgemeine Gymnastik bis hin zum beliebten After-Workout-Training im Kursraum der LüRa.

“Wir bedauern sehr, dass unsere langjährige Übungsleiterin Silvia Kurock nun das Rheinland verlassen wird. Wir wünschen ihr und ihrem Mann Bertram einen guten Start in der neuen Heimat”, betont Marlies Weber, 2. Vorsitzende der LüRa.

von Steffi Schaefer

Landesfinale der Turnverbands-einzel-meisterschaften in Eschweiler

Zum Abschluss vor den Sommerferien konnten 4 der LüRa-Turnerinnen ihre Leistungen noch einmal unter Beweis stellen: sie hatten sich in den ersten beiden Runden für das Landesfinale der Turnverbandseinzelmeisterschaften am 07. Juli in Eschweiler qualifiziert.

Am Morgen starteten die großen Mädels: hier konnte sich Lydia Paraskewopoulos einen hervorragenden 6. Platz bei 30 Teilnehmerinnen im Jahrgang 2001 und älter sichern.

Bei Felicia Sawade lief leider nicht alles glatt und auch Lara Bellendir konnte am Barren nicht ihre gewohnten Fähigkeiten aufrufen. Trotz alledem erturnten sich die beiden tolle Plätze, nämlich Platz 9 für Felicia und Platz 17 für Lara bei insgesamt 35 Teilnehmerinnen in der Wettkampfklasse 2002/2003.

Am Nachmittag startete dann noch Joana Krawczyk in der Wettkampfklasse 2004/2005 und belegte einen tollen 16. Platz bei 36 Teilnehmerinnen.

„Wir möchten euch zu euren tollen Leistungen noch einmal recht herzlich gratulieren und uns bei euch bedanken, dass ihr die LüRa in ihrem Jubiläumsjahr so stark im Landesfinale vertreten habt. Wir sind stolz auf euch!“, so die Trainerinnen.

Von Aline Haselbauer

Erfolgreiche LüRa-Turner bei den Stadt-meisterschaften in Mondorf!

Am Samstag, den 29.06.2019 war es bei tropischen Temperaturen endlich wieder soweit: die alljährlichen Stadtmeisterschaften in der 3-fach-Halle in Mondorf standen vor der Tür. Mit insgesamt 24 Turnerinnen ging die LüRa an den Start.

Die Jüngsten im Jahrgang 2013 und jünger zeigten tolle Übungen und belegten die folgenden Plätze: Sveja Tillich auf Platz 3, Alisa Lange auf Platz 2 und glückliche Siegerin war hier Mia Thurau. Auch die nachfolgende Wettkampfklasse, Jahrgang 2012, war ohne vereinsfremde Konkurrenz. Hier erturnte sich Emilia Martorana den 4. Platz, Helen Bohl landete auf Platz 3 und Emilia Bomba (Platz 2) lag nur ganz knapp hinter Romy Istas auf Platz 1.

In der Wettkampfklasse 2011 gingen zwei Turnerinnen, Liana Bratka errang Platz 4 und Nora Lenz sicherte sich Platz 2. Unsere einzige Turnerin im Jahrgang 2010, Amina Khoogiani, erturnte sich einen tollen 3. Platz gegen insgesamt 11 Konkurrentinnen. Lena Giesbers und Luna Zimmermann, beide Jahrgang 2009, zeigten ebenfalls wofür sie die letzten Wochen fleißig trainiert hatten und belohnten sich mit Platz 4 für Lena und Platz 2 für Luna.

Wieder stärker vertreten waren die LüRa-Turnerinnen dann in der Wettkampfklasse 2008. Hier holte erreichte Munja Suleiman Rang 5, Milena Krawczyk Rang 4, Emily Korsak den 3. Platz und den Sieg mit nach Hause nehmen durfte Mia Sopka. Tara Gonzalez-Diaz sicherte sich gegen starke Konkurrentinnen im Jahrgang 2007 einen tollen 2. Platz. In der Wettkampfklasse 2004/2005 erturnten sich Rania Suleiman Platz 4 und Lilly Schuon Platz 3.

In der ältesten Wettkampfklasse des Tages, 2003 und älter, gab es insgesamt 6 Teilnehmerinnen. Hier belegten wir die folgenden Plätze: Hannah Bürgel (5), Sophie Ismailow (4), Lara Bellendir (3), Lydia Paraskewopoulos (2) und Felicia Sawade (1).

Felicia Sawade erturnte sich an diesem Wettkampftag die meisten Punkte und wurde somit, zusammen mit Vereinskollege Raphael Krämer, zur StadtmeisterIn 2019 gekürt.

„Wir gratulieren allen Teilnehmern der diesjährigen Stadtmeisterschaften!“

Von Aline Haselbauer

Tennis-Sommercamp bei der LüRa!

In diesem Jahr bietet die Tennisabteilung wieder in Zusammenarbeit mit der Tennisschule Ralf Rokitta ein Sommercamp für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an!

  1. Campwoche: 15.07.-19.07. für Erwachsene (90 Min. Training), max. 5 Teilnehmer/innen
  2. Campwoche: 19.08.-23.08. auch für Nichtmitglieder

Freitags findet zum Abschluss ein gemütlicher Grillabend statt.

Weitere Infos gibt es in der folgenden PDF-Datei: