Archiv der Kategorie: Leichtathletik

100 Jahre Stabsprünge für Frauen in Deutschland!

Vor genau 100 Jahren, am 15. September 1918, hat in Deutschland zum 1. Mal bei den Meisterschaften der rheinischen Turnerinnen in Köln ein Wettkampf im Stabhochsprung für Frauen stattgefunden. Gleichzeitig gab es damals auch einen Wettbewerb im heute nicht mehr üblichen Stabweitsprung, in dem die Bonner Turnerin Wally Istas als Siegerin mit 5,25m den ersten deutschen Rekord aufgestellt hatte. Es ist eigentlich schade, dass es letzteren Wettbewerb heute nur noch in der Kinder-Leichtathletik gibt. Denn gerade für diese Disziplin benötigt man kein teures Material, so dass Stabweitsprung überall dort durchgeführt werden kann, wo es eine Weitsprunggrube gibt.


auf dem Foto : die LüRa-Stabhochspringerinnen Lisa Seibt, Katharina Tucke, Sarah Schmitt und Clara Schumacher mit ihrem Arbeitsgerät (Foto: LüRa)

In Erinnerung an diesen 100. Jahrestag haben die LüRa-Stabhochspringerinnen am 15.9.2018 einen vereinsinternen Stabweitsprung-Wettkampf durchgeführt. Die Siegerin Katharina Tucke hat dabei mit 5,64m die 5,25m von Wally Istas deutlich übertroffen. Verhältnismäßig noch höher zu bewerten sind die 5,36m der 13jährigen Sarah Schmitt.

Sie ist ganz neu im Stabhochsprung-Team und hat am 8. September bei einem Springer-Tag in Leichlingen überrascht, als sie den Stabhochsprung der 13jährigen mit 2,50m nicht nur gewonnen hat, sondern für ihre Altersklasse sogar einen Stadionrekord aufgestellt hat.

Monika Sawade 2. bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften!

Sie ist von Anfang an dabei und hat bis heute nicht die Lust am Stabhochspringen verloren. Die Rede ist von Monika Sawade, die schon 1991 in der ersten Gruppe, die mit Stabhochsprung angefangen hat, aktiv war.

Monika Sawade als strahlende 2. Siegerin.

Sie hat den 1. Wettkampf in Lülsdorf mitgemacht, als das Team wegen der fehlenden Anlage auf dem Schulhof des Gymnasiums ein Loch als Einstichkasten gegraben hat und sich mit der damals noch vorhandenen Hochsprungmatte, die seitlich mit Turnmatten abgesichert war, eine primitive Anlage gebaut hatte.

Sie hat den Aufstieg der LüRa-Springerinnen um Sabine Schulte mitgemacht und war selbst eine der ersten 3m-Springerinnen im Landesverband. 3 Meter springt sie heute nicht mehr, aber mit der nicht verlernten Technik schafft sie es immer wieder, sich für die Deutschen Senioren-Meisterschaften fit zu machen.

So auch am vergangenen Wochenende, als sie mit der Silbermedaille in der Altersklasse der über 40jährigen eine der 13 Medaillengewinnerinnen aus dem Rhein-Sieg-Kreis war.

Und sie war nicht die einzige Medaillengewinnerin aus dem Stabhochsprung-Team.

Der Troisdorfer Mathias Hörmann, der zusammen mit den Lülsdorfer Mädchen trainiert, konnte bei den 65jährigen mit immerhin 2,70m ebenfalls eine Bronzemedaille gewinnen.

 

von Wolfgang Rehmer

2x Bronze bei den Landes-meisterschaften für die LüRa-Stabhoch-springerinnen!

Besser als aufgrund ihrer bisherigen Bestleistungen zu erwarten gewesen wäre schnitten die LüRa-Stabhochspringerinnen bei den Landesmeisterschaften der Jugend in Krefeld-Uerdingen ab. Bei bestem Leichtathletik-Wetter konnten beide im bisher wichtigsten Wettkampf ihrer Karriere Bestleistung springen und belegten in ihren jeweiligen Altersklassen den Bronze-Rang.

Foto : Das Siegertrio der Altersklasse W15 mit Marie Gürtler (rechts)

Für Marie Gürtler war es die erste Medaille bei einer Landesmeisterschaft, 33 Jahre nachdem ihre Mutter die erste Medaille gewonnen hatte. Aber 2,40m musste sie dafür in der Altersklasse der 15jährigen schon springen. In der Klasse der unter 20jährigen erreichte Katharina Tucke 2,85m im 1. Versuch. Das war aber auch nötig, denn die Viertplazierte hatte die gleiche Höhe, übersprang diese Höhe aber erst im 3. Versuch.

Man sollte sich durchaus einmal eine Vorstellung über den Aufwand für einer solche Meisterschaft machen. Mit Hinfahrt, Einspringen, Wettkampf, Siegerehrung und Rückfahrt waren das zwei Wettkämpfe am Samstag und Sonntag von jeweils 5 Stunden.

 

von Wolfgang Rehmer

2 Regions-Meistertitel an LüRa-Stabhoch-springerinnen!

Seit Anfang des Jahres gibt es keinen Leichtathletik-Kreis Bonn / Rhein-Sieg mehr. Weit über 140 Jahre hatte sich die Größe immer an den politischen Gegebenheiten orientiert. Da die Teilnehmerzahl bei Meisterschaften immer weiter abgenommen hatte, sah sich der Leichtathletik-Verband Nordrhein genötigt, mehrere Kreise zu einer Region zusammenzuschließen, sehr zum Unmut der kleinen Vereine. Die neue Region Südost umfasst den Rhein-Sieg-Kreis, den Kreis Oberberg, den Kreis Rhein-Erft sowie die kreisfreien Städte Bonn, Köln und Leverkusen. Die ersten Regionsmeisterschaften fanden am 13. Mai in Wesseling statt, aber leider ohne Stabhochsprung. Auf Protest der Vereine erklärte sich das LAZ Puma Rhein-Sieg bereit, innerhalb ihres Pfingst-Sportfestes den Stabhochsprung aufzunehmen. Die Mitteilung an die Vereine erfolgte viel zu kurzfristig, so dass von der LüRa nur 2 Springerinnen teilnehmen konnten.

Foto: Katharina Tucke

Die aber waren umso erfolgreicher. Denn Katharina Tucke wurde Regionsmeisterin bei der weiblichen Jugend U20. Sie scheiterte erst an der neuen Bestleistung von 2,90m. Der Wind im Siegburger Stadion blies derart stark, dass die Latte anfangs schon während des Anlaufs herunterfiel, so dass sie von 2 Kampfrichtern festgehalten werden musste.  Das irritierte Marie Gürtler so stark, dass bei der weiblichen Jugend U18 für sie schon bei 2,40m Schluss war. Trotzdem reichte das auch für sie zum Regionsmeistertitel.

Foto: Marie Gürtler

Neu für die Aktiven war, dass es für die Sieger keine Medaillen gab, sondern Meisterschaftswappen für den Trainingsanzug.

Abb. Das Meisterschaftswappen der Regionsmeister

Marie Gürtler 4. bei den Landes-meisterschaften

Lediglich sechs Platzierungen unter den ersten acht bei den U16-Hallenmeisterschaften des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein gingen in Düsseldorf an Aktive des Kreises Bonn / Rhein Sieg. Als 4. mit der drittbesten Platzierung der Kreisathleten schnitt dabei Marie Gürtler von der LüRa erwartungsgemäß gut ab. Die Stabhochspringerin haderte nur etwas mit der übersprungenen Höhe, denn sie wäre gerne höher als 2,40m gesprungen. Aber die wenig athletenfreundlichen Steigerungen von jeweils 20cm bereitete einem Großteil der Springerinnen Probleme. Marie sind die sportlichen Gene in die Wiege gelegt worden, denn schon Mutter Anja Braschoß war Ende der 80er-Jahre eine der besten LüRa-Sprinterinnen, Großvater Friedhelm Braschoß gehörte den ersten LüRa-Fußballern an und zwei ihrer Urgroßväter, Peter Braschoß und Willi Herkenrath haben Ende der 20er-Jahre bei Sigambria Lülsdorf geturnt und ab 1930 bei Freya Lülsdorf Handball gespielt.

Stabhochsprung ist übrigens eine Sportart, die in Lülsdorf wegen der fehlenden Matte nur vorbereitet werden kann. Wir können uns glücklich schätzen, seit über 25 Jahren die Anlagen der Troisdorfer LG nutzen zu dürfen. Wenn jemand eine Einführung in den Stabhochsprung bekommen möchte, sollte er am Samstag, dem 17. März ab 19 Uhr zur Sportnacht in die Lülsdorfer Dreifachhalle kommen. Dort findet dann nämlich eine einstündige Einweisung statt.

auf dem Foto: Marie Gürtler (rechts) von der LüRa zusammen mit der Siegerin Zina Buddenberg (TV Angermund)

LüRa-Stabhochspringerinnen bei den Landesmeisterschaften erfolgreich!

Die ersten Wettkämpfe dieses Winters waren für 2 LüRa-Stabhochspringerinnen von Erfolg gekrönt. Bei den Meisterschaften der aus den bisherigen Kreisen Bonn, Rhein-Sieg, Rhein-Erft, Köln, Oberberg und der Stadt Leverkusen neu gegründeten Region gab es sowohl für Katharina Tucke bei der Jugend U 20 als auch für Clara Schumacher bei der Jugend U 18 jeweils den 4. Platz.

Foto: Katharina Tucke bei einem Freiluftwettkampf

Wichtiger als die Platzierung war aber für beide die jeweils neue Bestleistung von 2,80m für Katharina und 2,50m bei Clara.

Eine Woche später waren beide bei den Verbandsmeisterschaften, zu der vier Regionen zählen, noch erfolgreicher. In Leverkusen konnte sich Clara Schumacher erneut auf 2,55m steigern und wurde hervorragende Fünfte bei der U18. In der Klasse U20 belegte Katharina Tucke Platz sechs und kam mit 2,75 m bis auf 5 cm an ihre Bestleistung heran.

 

von Wolfgang Rehmer

Suche nach Zeitzeugen

Ich schreibe für die Niederkasseler Hefte an einem Artikel über die Entwicklung der Leichtathletik und der Leichtathletik treibenden Vereine im ehemaligen Amt Niederkassel. Bisher weiß ich, dass es in Lülsdorf vor und nach dem 1. Weltkrieg einen Turnverein gegeben hat, dass von 1930 bis 1939 ein Fußballverein namens Freya Lülsdorf mit einem Fußballplatz “An den Weiden” existiert hat, dass in Ranzel von 1923 bis 1933 ein kirchlicher Verein namens DJK Ranzel existiert hat und von 1948 bis 1958 ein Fußballverein namens SV Ranzel-Kolonie mit einem Fußballplatz auf dem Gebiet der ehemaligen Feldmühle. Gibt es irgendjemanden in der großen LüRa-Familie, der mir über einen dieser 4 Vereine nähere Auskünfte geben kann?

Bitte melden bei Wolfgang Rehmer, Tel. 02208-8947 oder email wolfgang.rehmer@alternative4.de

Ehemaliges LüRa-Mitglied australische Meisterin bei den Ü50!

Im Jahr 1978 war Bärbel Koribalski aus Langel mit der
Lülsdorfer 4 x 100 m-Staffel 5. der deutschen Schülermeisterschaften in Berlin.

Ihr damaliger Trainer Wolfgang Rehmer hatte ihr damals geraten, “pack die Urkunde gut weg, Du wirst nie mehr ein so hochwertiges Dokument bekommen”.

15 Jahre war sie bei der LüRa, dann ist sie nach Australien ausgewandert und ist dort eine weltbekannte Astronomin geworden.

Jetzt hat sie ihren “alten” Trainer kontaktiert und wollte ihn auf seine damalige Aussage hinweisen.

Vor einer Woche ist sie australische Meisterin der über 50jährigen im Hochsprung geworden, und außerdem noch 3. im Fünfkampf.

Zweimal Bronze bei den Landes-meisterschaften

Eine riesige Veranstaltung war in diesem Jahr die Landesmeisterschaft der jugendlichen Leichtathleten in Wesel.

Aus Mangel an Veranstaltern waren die unter 16-jährigen und die unter 20-jährigen erstmals auf einen Termin zusammengefasst worden.

Von den 19 Medaillen, die bei dieser Veranstaltung von Athleten aus dem Rhein-Sieg-Kreis gewonnen wurden, gingen traditionsgemäß auch zwei an die LüRa-Stabhochspringerinnen.

Melissa Krumbe konnte nach den Abiturprüfungen wegen einer kurzfristig angesetzten Erholungsfahrt ihren letztjährigen Titel leider nicht verteidigen, dafür sprang aber Katharina Tucke mit übersprungenen 2,55 m in die Bresche.

Der Lohn war die Bronzemedaille bei der A-Jugend. Noch überraschender war bei den 15-jährigen Schülerinnen die Bronzemedaille von Clara Schumacher. Mit 2,40m stellte sie ihre Bestleistung ein, was bei den 14-jährigen auch Marie Gürtler gelang. Bei ihr reichte das aber nur für den undankbaren 4. Platz.

Alle drei haben in den letzten Wochen technisch große Fortschritte gemacht, so dass noch in diesem Jahr mit weiteren Leistungssteigerungen zu rechnen ist.

 

von Wolfgang Rehmer

Fünf Kreismeistertitel für die LüRa-Mädchen

Zum ersten Mal seit fünf Jahren gingen bei den Leichtathletik-Kreismeisterschaften in Troisdorf wieder alle fünf Titel der weiblichen Klassen im Stabhochsprung nach Lülsdorf.

Auf dem Foto: Fünf Kreismeister an ihrem Trainingsplatz in Troisdorf, v.l. Marie Gürtler, Melissa Krumbe, Julia Kroneisl, Katharina Tucke und Clara Schumacher.

Bei bestem Wetter qualifizierten sich dabei die vier Jugendlichen mit ihren erreichten Höhen gleichzeitig für die Landesmeisterschaften, die am 10. Juni in Wesel stattfinden. Die größte Überraschung gelang dabei der B-Jugendlichen Katharina TUCKE, die ihre Bestleistung gleich zweimal auf 2,65m steigern konnte. Die amtierende A-Jugend-Landesmeisterin Melissa KRUMBE sprang aus stark verkürztem Anlauf 2,75m, eine Anlaufverlängerung wollte sie wegen einer Technikumstellung noch nicht vornehmen.

Die gerade seit einem Jahr im Team mitspringenden Marie GÜRTLER (W 14) und Clara SCHUMACHER (W 15) übersprangen beide 2,35m, was ebenfalls zum Sieg reichte. Bei ihrem 1. Start in der Frauen-Klasse schließlich konnte die Jugend-Trainerin Julia KRONEISL ebenfalls an ihre guten Trainingsleistungen anknüpfen und den Wettkampf siegreich beenden.

Im 100 m-Lauf der A-Jugend schließlich reichte es für Marina DICK zum 2. Platz.

von Wolfgang Rehmer