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LüRa Online-Shop!

In den letzten Wochen haben wir an einem einheitlichen Trainingsanzug gearbeitet und können euch jetzt ein tolles Ergebnis präsentieren. Der Trainingsanzug kann in einem eigenen Online Shop unter http://luera1959.de bestellt werden. Eine Anprobe kann in der Geschäftsstelle vorgenommen werden.

Als Verein erhalten wir bei 11teamsports einen dauerhaften Rabatt von 50%. Bis Ende des Jahres hat sich der Vorstand dazu entschieden, zur Förderung des Sportbetriebs den Trainingsanzug um weitere 20% zu reduzieren. Aus organisatorischen Gründen müsst ihr dazu den CODE: LÜRA20 im letzten Abschnitt des Bestellverlaufs eingeben. Zu jedem Trainingsanzug erhaltet ihr zusätzlich ein T-Shirt aus unserer LüRa Kollektion, das gilt solange der Vorrat reicht! Kommt einfach mit der Bestellbetätigung des Trainingsanzugs in unserer Geschäftsstelle und holt euch ein T-Shirt ab. Beachtet ebenfalls die Vorteilsaktion zur Kollektion in unserer LüRa App.

Für weitere Details wendet ihr euch bitte an euren Abteilungsleiter!

LüRa unterstützt Grundschulen vor Ort

Bei der REWE-Aktion „Scheine für Vereine“ konnte sich die LüRa durch die Hilfe ihrer Mitglieder und Unterstützer deutlich von den Konkurrenten absetzen. Sie haben für den Verein über 16.000 Scheine eingelöst und es so ermöglicht die Ausstattung des Vereins zu erweitern.

Um denjenigen, denen wir diese unfassbare Zahl zu verdanken haben, auch etwas zurück zu geben hat sich der Vorstand der SpVgg Lülsdorf-Ranzel dazu entschieden den lokalen Grundschulen Material dieser Aktion zur Verfügung zu stellen.

LüRa unterstützt Grundschule vor Ort
LüRa unterstützt Grundschule vor Ort mit 20 Gymnastikmatten

„Die KGS Lülsdorf hat im vergangenen Jahr Gelder durch einen Sponsorenlauf gesammelt, ein Teil davon ist in die Anschaffung eines Motorik-Schranks im Bewegungsraum der Schule geflossen. Dieser Bewegungsraum wird genutzt um den 380 Kindern der insgesamt 16 Klassen sportliche Aktivitäten in den Bereichen Bewegung, Entspannung und motorische Förderung zu bieten. Die Sporthalle allein bietet keine ausreichenden Kapazitäten für die in jeder Klasse zu unterrichtenden drei Sportstunden, so wird der Bewegungsraum täglich im Vormittag durch die Schule und im Nachmittag durch die OGS für die verschiedenen Bereiche genutzt.“ so die Schulleiterin der KGS Lülsdorf Margret Michels und bedankte sich herzlich für die Unterstützung durch die LüRa.

Die optimale Ausstattung des Bewegungsraumes wird dank der LüRa und dank denjenigen, die ihre Scheine für den Verein eingelöst haben, um 20 Gymnastikmatten erweitert, die den Kindern weitere Sportmöglichkeiten bieten können. „Wir wollen unseren Supportern und vielleicht auch unseren Mitgliedern einfach etwas zurückgeben und das geht am besten, indem wir da aushelfen wo auch Bedarf besteht und das sind im Niederkasseler-Kreis nun mal die Grundschulen“, so Dominik Schreiter, erster Vorsitzender der Spielvereinigung Lülsdorf-Ranzel.

Schreiter bedankte sich bei allen, die die Aktion „Scheine für Vereine“ unterstützt haben: „Wir freuen uns, dass unser Verein so eine starke Unterstützung durch die lokale Umgebung erfährt und uns solche Aktionen ermöglicht werden. Auf diesem Weg möchten wir uns noch einmal herzlichst bei jedem bedanken, der während der REWE-Aktion an die LüRa gedacht hat.“

2 Regionsmeistertitel für LüRa-Leichtathleten

Luis und Sarah

Langsam wird Luis Gonzalez-Diaz von der LüRa zu einem Trauma für die Sprinter des ASV Köln. Nachdem er im letzten Jahr schon 2mal über den eigentlich schnelleren Noah Meier erfolgreich war mit dem Höhepunkt bei den Westdeut-schen Meisterschaften, als er bei Zeitgleichheit den Titel holte, war Luis am Wochenende bei den Regions-Hallenmeisterschaften in Leverkusen wieder in einer Millimeterentscheidung vorne. Leidtragender war diesmal ASV-Sprinter Timon Detloff, der ebenfalls in der deutschen Bestenliste weiter vorne steht. In 7,44 sec über 60 m lag Luis um 1 Hundertstel-Sekunde vorne. Alle 3 Sprinter sind seit Dezember in den Landeskader aufgenommen, in dem sie sich natürlich gegenseitig fordern. Grundlage für die Landeskader-Aufnahme war neben den Erfolgen Platz 17 in der deutschen Nachwuchs-Bestenliste über 100 m. Nur nebenbei beteiligte Luis sich auch im Weitsprung, wo er mit Bestleistung von 5,41 m Dritter wurde.

Ebenfalls im Landeskader ist Stabhochspringerin Sarah Schmitt aufgrund ihres letztjährigen Erfolges bei den Landesmeisterschaften und Platz 13 in der deutschen Bestenliste der 14jährigen. Auch sie ließ am Sonntag nichts anbrennen und gewann überlegen den Regionsmeistertitel mit 2,70 m. Sie war dabei im Stabhochsprung von den 8 ausgeschriebenen Konkurrenzen bei Jungen und Mädchen einziger Titelträger, der nicht aus Leverkusen kam. Besser konnte für die LüRa der Start ins Neue Jahr nicht erfolgen, denn nur diese beiden Athleten waren bei den Meisterschaften angetreten.

SPORT IN LÜLSDORF UND RANZEL VOR GRÜNDUNG DER LÜRA! TEIL 8!

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte, in unserem Jubiläumsjahr 2019 (60 Jahre LüRa!) habt ihr in den vergangen Wochen einen interessanten Einblick in die Zeit vor der Gründung der LüRa erhalten! 

Unser langjähriger Übungsleiter und Sportwart der Leichtathletik-Abteilung, Wolfgang Rehmer, hat im Rahmen seiner umfangreichen Arbeit für die Niederkasseler Hefte den Sport in Niederkassel in den letzten rund 100 Jahren beleuchtet und dabei eben auch speziell in Lülsdorf und Ranzel.

Viel Spaß beim Lesen des letzten Teils!

Sport in Lülsdorf und Ranzel vor Gründung der LüRa

Von Wolfgang Rehmer

Anders als vor dem Weltkrieg hatten die Fußball-Vereine in der spiellosen Sommerzeit keine Leichtathletik mehr betrieben. Diese Aufgabe übernahmen ab den 50er-Jahren die Volksschulen, eingeleitet durch die erstmals 1951 eingeführten Bundesjugendspiele. Im Mai 1954 war die 32jährige Martha ERDMANN als Lehrerin an die Volksschule Lülsdorf versetzt worden, drei Jahre später folgte ihr der 33jährige Helmut LOOS, beide sehr interessierte Sportler.

Abb. 26 : aus der Schulchronik der Volksschule Ranzel von 1961 : Übergabe des Wanderpreises des Amtes Niederkassel an Hedi Roth von der Volksschule Ranzel. Mit Waltraud Timmer taucht erstmals in der Lülsdorfer Sportgeschichte ein Mädchen in der Berichterstattung auf.

Seit Ende der 50er-Jahre fanden initiiert durch die Gemeinde regelmäßig Schulmeisterschaften um die Wanderplakette des Amtes Niederkassel statt, die trotz noch fehlenden Sportplatzes 1961 von der Volksschule Ranzel,1962 von der Volksschule Lülsdorf gewonnen wurden.

Die Volksschule Lülsdorf hatte zum Training immer noch die Weitsprunggrube auf dem Schulhof. Wie unser Ex-Bürgermeister Walter Esser sich erinnert fanden Sprint und Wurf auf der noch ungeteerten, von Schlaglöchern übersäten Kirchstraße statt. Die Volksschule Ranzel musste, nachdem der Sportplatz an der Feldmühle gesperrt war, den Acker auf der anderen Straßenseite nutzen, auf dem jetzt die Turnhalle steht.

Um den Fußball wieder zu reaktivieren, gelang es der Gemeinde 1959, das Grundstück des jetzigen LüRa-Platzes zu kaufen. Das war aber ein Acker, und der musste erst mühsam hergerichtet werden. Frohenmuts wurde trotzdem sofort unter Federführung von Helmut Loos die LüRa gegründet, aber zunächst nur mit der Fußball-Abteilung. Die ehemaligen Fußballer der „RaKo“, die noch in benachbarten Vereinen spielten, bildeten das Grundgerüst. Spieler für 2 Mannschaften waren schnell zusammengekommen. Da aber bis zur Fertigstellung des Fußballplatzes zunächst nur der notdürftig hergerichtete Acker, auf dem heute die Shell-Tankstelle steht, als Trainingsplatz zur Verfügung stand, fand man nur schwer Gegner, so dass es wenig Sinn machte, Spielsysteme einzustudieren. Es wird überliefert, dass deshalb anfangs die 1. und die 2. Mannschaft nach der alphabetischen Reihenfolge aufgestellt wurden und gegeneinander spielten.

Abb. 27 : Sportplatz Lülsdorf kurz nach der Einweihung 1962, der Sandhügel rechts neben dem Tor ist die Hochsprunganlage, die Laufbahn hatte 6 statt heute 4 Bahnen

Schon ab Ende 1959 nahm die LüRa an den Meisterschaftsspielen teil, wobei man als 2. der 3. Kreisklasse mit einem Torverhältnis von 73 : 26 den Aufstieg ganz knapp verpasste.

Die oben genannten Schulerfolge sowie der Bau des Lülsdorfer Sportplatzes, damals mit der besten Laufbahn und nach der Sportschule Hennef zweiten 400 m-Bahn des Siegkreises, waren ausschlaggebend dafür, dass die LüRa nach der Fußball-Abteilung 1963 auch eine Leichtathletik-Abteilung gründete.

Abb. 28 : Protokoll der Gründungsversammlung der LüRa vom 24. Januar 1959

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Zur Pressemeldung:

Mehr als 500 Vereine bewarben sich um Förderpreise in Gesamthöhe von 260.000 Euro.

Seitdem PENNY den Förderkorb vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat, wurden Fördergelder in Höhe von 700.000 Euro an Vereine ausgeschüttet, die sich in der Kinder- und Jugendförderung engagieren.

In diesem Jahr haben sich 512 Vereine (2018: 450) um einen der insgesamt 108 regionalen Förderkorb-Preise in Höhe von je 2.222,22 Euro beworben.

Aus allen Einsendungen wählte eine unabhängige Jury zunächst die drei Gewinner-Vereine jeder Nachbarschaftsregion aus. Für jedes der bundesweit 36 Trios beginnt nun am Montag (12.8.) die Votingphase.

Während des Abstimmungszeitraums, der bis zum 15. September läuft, entscheidet sich, welcher Verein im kommenden Jahr zusätzlich Nutznießer des sogenannten Förderpenny wird.

Dabei spenden die PENNY-Kunden an der Kasse bequem für den jeweiligen lokalen Verein, sobald sie beim Bezahlen „stimmt so“ sagen. Automatisch wird dann der Betrag des Kassenbons auf die nächsten vollen 10 Cent aufgerundet.

Die in jeder der 36 Nachbarschaft-Regionen jeweils drei nominierten Projekte werden im PENNY-Markt und im Internet (www.foerderkorb.penny.de) vorgestellt.

Während der Abstimmungsphase veröffentlicht PENNY tagesaktuell, wie viele Stimmen das jeweilige Projekt hat.

Am 19. November wird es erneut spannend: Denn dann verkündet die Jury im Rahmen einer feierlichen Abendveranstaltung in Köln, wer von den 108 nominierten Vereinen die Gewinner der drei Bundespreise in Höhe von 7.500 und 5.000 Euro und 2.500 Euro sind.

In diesem Jahr verteilt PENNY im Rahmen des Förderkorb-Projekts damit insgesamt Fördergelder in Höhe von 260.000 Euro.

SPORT IN LÜLSDORF UND RANZEL VOR GRÜNDUNG DER LÜRA! TEIL 7!

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte, in unserem Jubiläumsjahr 2019 (60 Jahre LüRa!) erhaltet ihr in den kommenden Wochen einen interessanten Einblick in die Zeit vor der Gründung der LüRa! 

Unser langjähriger Übungsleiter und Sportwart der Leichtathletik-Abteilung, Wolfgang Rehmer, hat im Rahmen seiner umfangreichen Arbeit für die Niederkasseler Hefte den Sport in Niederkassel in den letzten rund 100 Jahren beleuchtet und dabei eben auch speziell in Lülsdorf und Ranzel.

Wer schon ungeduldig ist, kann auch gerne schon mal auf unserer neuen Archiv-Seite vorbeischauen.

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Sport in Lülsdorf und Ranzel vor Gründung der LüRa

Von Wolfgang Rehmer

Eins jedoch ist sicher, nach gutem Beginn 1937 häuften sich wieder Begegnungen, bei denen die Freya trotz guter Spieler einfach nicht antreten konnte. Schon Anfang 1939, also weit vor Beginn des 2. Weltkriegs, tauchte die Freya in keiner Berichterstattung mehr auf. Es gab zwar noch einige Jugendliche, die dem Ball nachliefen, aber ab Ende des Jahres nicht mehr aufdem Sportplatz an der Feldmühle. Dort wurden zum Schutz des Werksgeländes Flak-Geschütze aufgebaut. Da der größte Teil der Mitglieder an der Front war, es natürlich auch wichtigere Probleme zu lösen galt als das Fußballspielen, löste sich Freya Lülsdorf endgültig auf. Lediglich in Rheidt und Mondorf gab es noch genügend Spieler, um sich anfangs an den sog. Kriegs-Meisterschaften zu beteiligen.

Abb. 23 : Einladung zur Gründungsversammlung des SV Ranzel-Kolonie am 30.11.1945
Abb. 24 : Tabelle aus dem Mitteilungsblatt „Sport im Siegkreis“ vom 30.03.1948; 1 Jahr später stieg Ranzel als Tabellen-Zweiter in die 1. Kreisklasse auf.

Nach Ende des Krieges kam der Sport nur ganz langsam wiederauf die Füße. Das Versammlungsverbot durch die Britische Besatzungsmacht und die Überprüfung jedes Einzelnen auf seine Nazi-Vergangenheit verhinderte zunächst die Wiederaufnahme des Sports. Aber schon am 30.11.1945 erfolgte in der Gastwirtschaft Wenz in Ranzel die Neugründung des SV Ranzel-Kolonie. Einer der ersten Vorsitzenden war wieder Rudi CHITIL, der schon 1920 die Freya Lülsdorf gegründet hatte. Erst 1948 meldete die Gemeinde-Verwaltung der britischen Besatzungs-Behörde der Gründung der „RaKo“. Sie  spielte trotzdem schon ab 1946 in der 2. Kreisklasse, ab 1949 sogar in der 1. Kreisklasse, bissie sich aufgrund zu weniger Spieler im September 1952 aus dem WSV abmeldete. Ihren Platz an der Feldmühle musste sie erst mühsam herrichten, denn während der Kriegsjahre waren auf ihm Baracken errichtet worden, und die noch vorhandenen Laufgräben mussten erst zugeschüttet werden. Trainer von „RaKo“ war der inZündorf wohnende spätere Nationalspieler des 1. FC Köln Jupp Röhrig. Es wird berichtet, daß er als Honorar häufig mit einem Körbchen Erdbeeren zufrieden sein musste.

Bis 1957 wurde der Platz noch von der Schuljugend genutzt.Als es aber zu einem Störfall im Werk kam und Chlor austrat, wurde das der Werksleitung zu heikel. Sie kündigte den Pachtvertrag mit der Gemeinde. In der Folge mühten sich Stadt und interessierte Bürger aus Lülsdorf und Ranzel darum, einen geeigneten Standort für einen neuen Sportplatz zu finden.

Abb 25 : in weißen Trikots der SV Ranzel-Kolonie bei einem Freundschaftsspiel 1950 gegen Preußen Dellbrück. Es spielten : Fritz Palm, Büsch, Peter Felder, Roth, Peter Brehm, Eugen Nuber,Weiter, K. Seifert, Kurt Watty, W. Laufenberg und F. Kurth

SPORT IN LÜLSDORF UND RANZEL VOR GRÜNDUNG DER LÜRA! TEIL 6!

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte, in unserem Jubiläumsjahr 2019 (60 Jahre LüRa!) erhaltet ihr in den kommenden Wochen einen interessanten Einblick in die Zeit vor der Gründung der LüRa! 

Unser langjähriger Übungsleiter und Sportwart der Leichtathletik-Abteilung, Wolfgang Rehmer, hat im Rahmen seiner umfangreichen Arbeit für die Niederkasseler Hefte den Sport in Niederkassel in den letzten rund 100 Jahren beleuchtet und dabei eben auch speziell in Lülsdorf und Ranzel.

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Sport in Lülsdorf und Ranzel vor Gründung der LüRa

Von Wolfgang Rehmer

Abb. 19 : Die Fußballer von Freya Lülsdorf 1936, von links H. Dick, W. Herkenrath, F. Kurth (bis 1932 Ranzel), E. Knappstein, R. Roth (vorher Ranzel), P. Bergheim, P. Orth, Chr. Rondorf, J. Wiemer, J. Adolphs. Gegenüber Abb. 17 fehlt das DJK-Emblem auf den Trikots.

1936 wurden dann im Zuge des Gleichschaltungsgesetzes alle Turn- und Sportvereine zum Zwecke der Leistungskonzentrierung gezwungen, sich zusammenzuschließen. Der Turnverein „Sigambria“ schloss sich deshalb mit dem immer noch existierenden Rumpfteam der „Freya“ zusammen und  nahm den Namen FC „Freya“ Lülsdorf“ an. Am 4.April 1936 veranstaltete man erstmals wieder ein Spiel und beteiligte sich ab Oktober wieder am Meisterschaftsbetrieb, anfangs mit den gleichen Problemen wie 1933,aber in der Spielzeit 1937/38 recht erfolgreich in der 2. Kreisklasse. Neue Turnhalle wurde der Tanzsaal der Gaststätte „Alte Post“ gegenüber dem alten Turm, heute umgebaut zu Reihenhäusern.

Abb. 20 : Saal der Gaststätte„Alte Post“ gegenüber dem alten Turm, die 3. Lülsdorfer Turnhalle

Alle benötigten Sportgeräte mussten zentral über das Bürgermeisteramt bestellt werden. Im Stadtarchiv schlummert die unten angehängte Rechnung, die deshalb interessant ist, weil auch 12 Handgranaten bezahlt werden mussten.

Abb. 21 : Rechnung über Sportgeräte aus dem Jahr 1936

Des Rätsels Lösung : Das bis 1933 praktizierte Keulenwerfen war abgelöst worden durch das Werfen mit Übungs-Stiel-Handgranaten.

Mitendscheidend für die Entwicklung des Sports in Lülsdorf und Ranzel waren auch die beiden Volksschulen. Die seit 1910 verpflichtende 3.Sportstunde musste laut ministeriellem Erlass ausschließlich für das volkstümliche Turnen (= Leichtathletik) und den Fußball genutzt werden. Als der Sportunterricht ab 1933 auf 5 Stunden erweitert wurde, mussten auch regelmäßig Reichs-Jugendwettkämpfe durchgeführt werden, so dass eine bisher nicht vorhandene Weitsprunggrube angelegt werden musste. Der Sportplatz an der Feldmühle hatte diese schon lange an der Längsseite, Lülsdorf bekam 1937 eine schuleigene Weitsprunggrube auf dem Schulhof, und zwar links vor der alten Volksschule Richtung Kirche.

Eine weitere Sportart wurde in Lülsdorf ab 1936 betrieben,als sich der Kanuclub Blau-Gelb Lülsdorf gründete. Sein erstes Sportfest im Jahr 1937 auf dem Rhein führte über 1000 m und sah vor allem zahlreiche gekenterte Kajaks.

Ergebnisse und Tabellen der unteren Fußball-Klassen waren in den Tageszeitungen nur selten abgedruckt, so dass der u.a. Bericht schon fast Seltenheitswert hat.

Abb. 22 : Bericht in der mittelrheinischen Landeszeitung vom 28.06.1937, Sülz 07 fusionierte im Jahr 1948 mit dem Kölner BC zum 1. FC Köln

SPORT IN LÜLSDORF UND RANZEL VOR GRÜNDUNG DER LÜRA! TEIL 5!

Liebe Freunde, Mitglieder und Interessierte, in unserem Jubiläumsjahr 2019 (60 Jahre LüRa!) erhaltet ihr in den kommenden Wochen einen interessanten Einblick in die Zeit vor der Gründung der LüRa! 

Unser langjähriger Übungsleiter und Sportwart der Leichtathletik-Abteilung, Wolfgang Rehmer, hat im Rahmen seiner umfangreichen Arbeit für die Niederkasseler Hefte den Sport in Niederkassel in den letzten rund 100 Jahren beleuchtet und dabei eben auch speziell in Lülsdorf und Ranzel.

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Sport in Lülsdorf und Ranzel vor Gründung der LüRa

Von Wolfgang Rehmer

Abb. 14 : Handball-Mannschaft des TV Sigambria Lülsdorf aus dem Jahr 1930: Paul Eich, Wilhelm Eich, Josef Stahl,Wilhelm Braschoß, Johann Werner, Peter Reiners, Trainer Willi Herkenrath, unten: Franz Bröhl, Jacob Braschoß, Peter Braschoß. Nicht vom Ball täuschen lassen,der war damals beim Feldhandball so groß.

Der 1943 gefallene Peter Braschoß ist der Gründer einer LüRa-Sportler-Dynastie. Sein Sohn Friedhelm spielte in den 60er-Jahren Fußball, Enkelin Anja war in den 80er-Jahren beste LüRa-Sprinterin und Urenkelin Marie Gürtler ist augenblicklich erfolgreiche LüRa-Stabhochspringerin.

Der Turnverein hatte sich von Anfang an darum gekümmert, dass seine Mitglieder auch schwimmen lernten. Das geht aus einer Notiz der Lülsdorfer Schulchronik aus dem Jahr 1920 hervor, als sich der Schulleiter darüber wundert, dass ein Schüler seiner Schule trotz Mitgliedschaft im Turnverein ertrunken war.  Wahrscheinlich waren viele Lülsdorfer Mitglieder in beiden Vereinen, denn die Namen der Sigambria-Handballer tauchten auch bei den Fußballern der Freya auf.

Abb. 15 : Die Handballermarschieren anläßlich des 2. Stiftungsfestes der Freya am 30.6.1930 über diefestlich geschmückte Uferstraße Richtung Sportplatz „An den Weiden“.

Sportfeste waren damals wirklich noch Feste. Hinter einem Spielmannszug zogen alle Sportler durch die festlich geschmückten Straßen des Dorfes. Turnvereine hatten dann immer ihre Fahnen dabei. Die Handballer spielten bis 1933 erfolgreich in der Kreisklasse A, danach konnte man nichts mehr über sie lesen.

Abb. 16 :  Spielbericht über das Handballspiel des A-Ligisten TV Sigambria Lülsdorf im Bonner General-Anzeiger vom 12.11.1931

Der erste reine Leichtathlet der Freya tauchte am 15.6.1930 bei den Gaumeisterschaften der DJK in Siegburg in den Ergebnislisten auf.Erstaunliche 1,60m im Hochsprung und 28,10m mit dem Diskus brachten den Lülsdorfer SÜRTH jeweils auf den 3. Platz.

Interessant ist eine Regel, die die DJK-Vereine 1932 einführten. Egal ob eine Mannschaft gewonnen oder verloren hatte, konnte bei besonders fairer Spielweise vom DJK-Spielwart 1 Zusatzpunkt („Gutpunkt“) vergeben werden.

Abb. 17 : Die Fußballer von DJK Freya Lülsdorf 1932 auf dem Sportplatz „An den Weiden“, letztmalig mit dem DJK-Emblem auf der Brust

Das Jahr 1933 brachte erhebliche Einschnitte in das Lülsdorfer Sportgeschehen. Mit der Machtübernahme durch Hitler wurde den kirchlichen Organisationen jegliche Einmischung in den Sport verboten und die Vereinsvorstände abgesetzt. Die  Aufgabe der DJK sollten die Spielvereine übernehmen. Aber anders als in Mondorf oder Rheidt gab es in Lülsdorf keinen Spielverein. Was tun? Aus diesen Jahren ist absolut nichts überliefert. Es lässt sich aus Zeitungsberichten nur ansatzweise rekonstruieren, was damals geschehen ist.

Abb. 18 : Abschlusstabelle 1932/33

Die führungslosen Spieler beider Fußballvereine waren auf sich allein gestellt. Das Verbot der Einmischung der Kirche in den Sport bezogen viele Spieler auf sich selbst und hörten deshalb auf. Die übrig gebliebenenRanzeler Fußballer gingen nach  Lülsdorf,wo sich die Freya zunächst einfach dem WSV anschloss, musste aber ganz neu in der untersten Gauklasse anfangen. Jedoch war die Spielerdecke zu dünn, nicht jeder hatte am Wochenende arbeitsfrei. Nach durchwachsenem Frühjahr 1933 scheiterte dieFreya schon im November 33 als Tabellenletzter der Hinserie und wurde nach mehrfachem Nichtantreten sogar vom Meisterschaftsbetrieb ausgeschlossen.

Gold, Silber und Bronze für LüRa-Leichtathleten

Mit einem kompletten Medaillensatz sind die LüRa-Leichtathleten von den Nordrhein-Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach zurückgekommen.

Die größte Überraschung gelang dabei der 14jährigen Stabhochspringerin Sarah Schmitt. Mit einer Bestleistung von 2,60 Meter angereist konnte sie diese nicht nur bestätigen, sondern im wichtigsten Wettkampf des Jahres auch zweimal steigern.

Mit 2,80 Meter, momentan Platz 8 in der deutschen Jahresbestenliste der W 14, konnte sie bei der Siegerehrung die Goldmedaille in Empfang nehmen. Und auf dem Podest war sie nicht alleine; denn auch Liv Röhrdanz stellte als 5. Mit 2,50 Meter ihre Bestleistung ein.

Sarah Schmitt (links) und Liv Röhrdanz nach der Siegerehrung

Sogar drei LüRa-Springerinnen standen in der älteren Jugendklasse auf dem Podest. Katharina Tucke, die 2 Wochen vorher in Aachen schon 3 m gesprungen war, belegte mit 2,95 Meter Platz 3. Auf dem 4. und 6. Platz folgten mit Lisa Seibt und Marie Gürtler zwei Vereinskameradinnen, die mit jeweils 2,65 Meter ebenfalls Bestleistung sprangen.

Die Silbermedaille schließlich ging an Sprinter Luis Gonzalez-Diaz. Mit einer Bänderdehnung im Knöchel gehandicapt stellte er trotzdem als Vorlauf-Schnellster mit 11,93 Sek. bei Gegenwind einen neuen LüRa-Rekord auf. Wegen der Verletzung war dann der Endlauf nicht ganz so gut.

So knapp endete der 100 m-Endlauf für Luis Gonzalez-Diaz (schwarzes Trikot)

Mit 3 Hundertstel-Sekunden Rückstand belegte er in 12,07 Sek. Platz 2.

von Wolfgang Rehmer

Erfolgreiche LüRa-Turnerinnen bei den Verbands-meisterschaften in Mondorf!

Am Sonntag, den 12.05.2019 war es endlich wieder Zeit für die LüRa Turnerinnen, ihre hart trainierten Übungen unter Beweis zu stellen.

Bei den diesjährigen Turnverbandseinzelmeisterschaften in Mondorf konnte die Turnabteilung mit 17 Mädchen an den Start gehen.

Bei dieser Art von Wettkampf qualifizieren sich die jeweils ersten zehn Platzierungen einer Wettkampfklasse für die Teilnahme an den Turnverbandsgruppenmeisterschaften der P-Stufen (Einzel) am 02. Juni 2019 in Birk.

Die Jüngsten starteten im Jahrgang 2010/2011 (34 Teilnehmerinnen): hier erreichte Nora Lenz Platz 20, Liana Bratka erturnte sich Platz 17 und Amina Khoogiani konnte sich Platz 13 sichern.

Im Jahrgang 2008/2009 gab es insgesamt sogar 44 Teilnehmerinnen: hierbei landete Munja Suleiman auf Rang 37, Luna Zimmermann auf Platz 32, Emily Korsak (Platz 17) lag knapp hinter Mia Sopka auf Rang 14 und Luisa-Charlotte Kesting erturnte sich einen tollen 6. Platz.

Die einzige Turnerin im Jahrgang 2007/2006 war Vivien Grewe auf Platz 26.

Wieder stärker vertreten waren die Leistungsturnerinnen im Jahrgang 2004/2005.

Hier erreichten Elena Ismailow Rang 19, Rania Suleiman Rang 16, Joana Krawczyk Platz 14 und Lilly Schuon Rang 11.

Rania, Joana und Lilly konnten sich als Nachrücker noch qualifizieren. Im Jahrgang 2002/2003 konnten sich all unsere Mädels Tickets für die nächste Runde sichern: Sophie Ismailow (Platz 9), Lara Bellendir (Platz 6) und Felicia Sawade (Platz 4).

Auch im ältesten Jahrgang (2001 und älter) verzeichnete die LüRa einen tollen Erfolg: Lydia Paraskewopoulos konnte sich einen sagenhaften 1. Platz erturnen.

“Wir gratulieren allen unseren Turnerinnen erneut und drücken allen Qualifizierten die Daumen für Birk!”

von Aline Haselbauer