5 Regionsmeistertitel und 4 zweite Plätze bei den dreigeteilten Regionsmeister-schaften, das ist zum Abschluß einer durchwachsenen Saison ein hervorragendes Ergebnis für die LüRa-Leichtathleten. Die Region Südost besteht seit 4 Jahren und ist ein Zusammenschluß der bisherigen Kreise Bonn / Rhein-Sieg, Köln-Erft, Oberberg und der Stadt Leverkusen. Den Anfang machten vor 2 Wochen die Stabhochspringerinnen. Da in Wesseling die Anlage zerstört war, musste der Wettbewerb in das Herbstsportfest in Troisdorf integriert werden.

Überraschenderweise  traten die Sieger der Nordrhein-Meisterschaften Marie Gürtler (U 20) und Liv Röhrdanz (U 18) diesmal ins 2. Glied und überließen die Titel ihren Vereinskameradinnen Celina Peterka (U 20) und Sarah Schmitt (U 18). Alle 4 profitierten natürlich von der Abwesenheit der beiden Leverkusener Springerinnen, für die die Saison schon beendet ist. Mit 2,53 m bzw. 2,93 m sprangen die beiden Lülsdorfer Siegerinnen immerhin Jahresbestleistung.

Eine Woche später in Wesseling folgte samstags bei der U 18 der nächste Titel. Luis Gonzalez-Diaz, der sich in Troisdorf über 100 m schon auf den neuen Vereins-Rekord von 11,19 sec verbessert hatte, setzte diesmal auf die 200 m. In 23,05 sec, ebenfalls Vereinsrekord, setzte er sich in der Bestenliste 3/100 sec vor seinen ewigen Widersacher Timon Detloff vom ASV Köln. Der drehte 2 Stunden später über 100 m den Spieß um und blieb vor Luis, der 2. wurde. Nach dem coronabedingt fehlenden Wintertraining, als Luis noch nicht einmal alleine auf den Sportplatz durfte, ist er erst jetzt in Form gekommen. Die deutschen Meisterschaften mitten in den Sommerferien waren für ihn eindeutig zu früh.

Damit noch nicht genug gab es auch am Sonntag in Wesseling beim jüngsten Nachwuchs noch einmal 2 Titel. Die 12jährige Emma Sternberg, die sich durch einen 800 m-Sieg in Troisdorf schon mit 2:40 min schon an die Spitze der Regionsbestenliste gesetzt hatte, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann mit 4 sec Vorsprung in neuer Bestzeit von 2:39,01 min. Kleiner Wermutstropfen am Rand : sie verfehlte den Vereinsrekord von Olympiasiegerin Lena Schöneborn nur um 4/10 sec, steht aber mit dieser Zeit sogar auf Platz 1 der Verbands-Bestenliste. Ihre Schwester Klara Sternberg machte ihr den Titelgewinn dann nach, indem sie bei den 15jährigen Mädchen die 300 m in 39,01 sec gewann. Als Lohn für ihre Titelgewinne dürfen beide am nächsten Wochenende beim Regionsvergleichskampf gegen die 3 anderen Regionen des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein starten. Bei dieser Titelflut ist beinahe vergessen worden, daß Emma im Ballwerfen mit dem 200 Gramm-Ball mit 36,50 m auch noch Vizemeisterin geworden ist.